Immobilienkredit

Die Bank erlangt hier die größte Sicherheit durch die Eintragung eines so genannten dinglichen Rechts auf den ersten Rängen der Abteilung III des Grundbuches. Dingliches Recht wird das deshalb genannt, weil hier die Bank das Recht zur Verwertung der Immobilie erhält, von dem sie dann Gebrauch machen kann, wenn der Kreditnehmer seinen Verpflichtungen zur Zahlung der Raten für das Baudarlehen nicht nachkommt.

Um sicher zu stellen, dass die Bank mit den Erlösen der dabei oft notwendigen Zwangsversteigerung ihre Forderungen befriedigen kann, wird beim Baukredit ein so genannter Beleihungswert ermittelt. Er umfasst nie den vollständigen Wert einer Liegenschaft. Für den Grund und Boden wird der Verkehrswert ermittelt. Dafür werden die Preisstatistiken der Gutachterausschüsse herangezogen. Bei vorhandenen Gebäuden werden die Kosten der Erstellung hergenommen. Das sind aber nicht die für das konkrete Gebäude angefallenen Baukosten, sondern es wird ein Durchschnittswert für die Errichtung gleichartiger Objekte zur Grundlage genommen. Davon wird der bereits abgelaufene Nutzungszeitraum abgezogen.

Je nach Art der Bank können dann von dem so ermittelten Wert zwischen sechzig und achtzig Prozent als Finanzierung für den Bau oder Kauf in Anspruch genommen werden. Bei Erbbaupacht sollte man sogar davon ausgehen, dass nur fünfzig Prozent des Beleihungswertes als Kredit ausgereicht werden können. Erfahrungsgemäß kann man davon ausgehen, dass die Bauzinsen umso niedriger sein werden, je niedriger der prozentuale Anteil der Finanzierung an dem ermittelten Zeitwert einer Immobilie ist.

Die Zinsen werden auch von den bereits im Grundbuch eingetragenen Rechten zu Gunsten Dritter beeinflusst. Die Banken belohnen es durch Zinsnachlässe, wenn sie sich an erster Rangstelle im Grundbuch eintragen können. Oft wird von den Eigentümern dieser Rang durch die Eintragung einer Eigentümergrundschuld gesichert, um ihn für spätere Finanzierungen anbieten zu können. Auch die in der Abteilung II eingetragenen Rechte können den Beleihungswert einer Immobilie und somit die Kosten für das Baudarlehen beeinflussen.

Um sein Baugeld zu möglichst günstigen Zinsen zu bekommen, sollte man rechtzeitig an eine Geldanlage denken, mit der man sich das benötigte Eigenkapital aufbauen kann. Dazu bietet sich sowohl der Sparplan als auch das Festgeld an. Der Sparplan kommt überall dort in Frage, wo noch einige Jahre zum Ansparen zur Verfügung stehen, während man das Festgeld auch nutzen kann, um zum Beispiel Zeiträume zwischen der Bereitstellung des Geldes und der Fälligkeit der Rechnungen so zu überbrücken, dass das Vermögen noch ein wenig Gewinn abwirft.

Um eine Wohnung zu mieten ist oft eine Mietkaution von 2 Monatskaltmieten gefordert. Diese Mietkaution dient dem Vermieter als Sicherheit. Gleichezitig kann das Geld jedoch auch zinsbringend auf einem Konto für die Mietkaution angelegt werden.

Die Baufinanzierung ist eine Möglichkeit eine Immobilie zu finanzieren (Immobilienfinanzierung). Sie finden weiteres zum Thema Baufinanzierung nicht nur hier.

Ein individuelles Angebot für eine Darlehen erhalten Sie im Bankhaus Dr. Masel.